Schwundfugen im Parkett im Winter bei Gohmann in Laatzen bei Hannover

Schwundfugen im Parkett: Ursachen, Vorbeugung und Pflege

20. Februar 2026

Was sind Schwundfugen? 

Schwundfugen sind feine Spalten zwischen den Parkettplanken, die durch die natürliche Eigenschaft von Holz entstehen, Feuchtigkeit aufzunehmen und wieder abzugeben. Bei niedriger Luftfeuchtigkeit, etwa im Winter durch Heizungsluft, zieht sich das Holz zusammen und kleine Lücken entstehen, während es sich bei hoher Luftfeuchtigkeit im Sommer wieder ausdehnen kann. Schwundfugen sind kein Qualitätsmangel, sondern ein Ausdruck der Lebendigkeit des Naturmaterials. 

 

Ursachen und Einflussfaktoren

Die Entstehung von Schwundfugen hängt von mehreren Faktoren ab. 

Das Raumklima spielt eine zentrale Rolle: Extreme Schwankungen in Luftfeuchtigkeit und Temperatur verstärken die Bewegung des Holzes. Auch die Wahl der Holzart ist entscheidend. Stabile Hölzer wie Eiche reagieren weniger stark auf Feuchtigkeitsschwankungen, auch exotische Arten wie Teak oder Bambus bleiben aufgrund ihrer Dichte bei hoher Feuchtigkeit besonders stabil. Idealerweise liegt die relative Luftfeuchtigkeit im Raum zwischen 50 und 60 %, bei gleichmäßiger Temperaturverteilung. 

 

Vorbeugende Maßnahmen

Bereits bei der Installation können Maßnahmen ergriffen werden, um Schwundfugen vorzubeugen. Das Parkett sollte mindestens 48 Stunden in dem für die Verlegung vorgesehenen Raum – idealerweise bereits beim Verlegebetrieb oder Lieferanten – akklimatisiert werden, damit sich das Holz an Temperatur und Luftfeuchtigkeit anpassen kann. Vollflächige Verklebung reduziert die Bewegung der Planken stärker als eine schwimmende Verlegung, und Dehnungsfugen entlang von Wänden, Heizungen oder großen Möbelstücken helfen, größere Spannungen im Boden aufzunehmen.

 

Langfristige Pflege

Langfristige Pflege trägt zur Minimierung von Schwundfugen bei. Gleichmäßiges Heizen verhindert extreme Austrocknung des Holzes, während Luftbefeuchter oder Entfeuchter helfen, ein konstantes Raumklima zu gewährleisten.

Kleine Schwundfugen lassen sich bei Bedarf mit Holzkitt oder geeigneten Fugenfüllern auffüllen und nach dem Trocknen schleifen. Bei größeren Rissen oder strukturellen Schäden sollte ein Fachbetrieb hinzugezogen werden.

 

💡 Praktische Tipps

Regelmäßiges Staubsaugen und nebelfeuchtes Wischen mit geeigneten Parkettreinigern hält den Boden sauber und unterstützt die Werterhaltung. Aggressive oder stark alkalische Reinigungsmittel sollten vermieden werden, da sie die Oberfläche beschädigen können.

Fachgerechte Planung und Installation nach Normen wie DIN 18356 sowie die Einhaltung der Herstellerempfehlungen unterstützen die Langlebigkeit des Bodens und helfen, größere Schäden von vornherein zu vermeiden.

 

Fazit: Schwundfugen sind ein natürlicher Effekt von Holz, der mit der richtigen Materialwahl, fachgerechter Installation, einem ausgewogenen Raumklima und regelmäßiger Pflege kontrolliert und optisch minimiert werden kann.

So bleiben Parkettböden langfristig schön und stabil.

 

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